An Spotify gescheitert - Wenn kein Wunder geschieht, geht SoundCloud noch in diesem Jahr pleite

Den Jungs und Mädels von SoundCloud geht das Geld aus. Wie mehrere ausländische Medien wie Music Business Worldwide, Digital Music News und Dagens Industri übereinstimmend berichten, machte das Unternehmen allein…
An Spotify gescheitert

Wenn kein Wunder geschieht, geht SoundCloud noch in diesem Jahr pleite

Den Jungs und Mädels von SoundCloud geht das Geld aus. Wie mehrere ausländische Medien wie Music Business Worldwide, Digital Music News und Dagens Industri übereinstimmend berichten, machte das Unternehmen allein im Jahr 2015 rund 50 Millionen Euro Bilanzverlust. Das ist der vorzeitige Höhepunkt eines verlustreichen Jahrzehnts.

Obwohl CEO Alexander Ljung Anfang Dezember letzten Jahres in einem Interview auf Gründerszene noch beteuerte, dass es für Startups vollkommen normal wäre, Investitionen durch Verluste auszugleichen, berichtet Music Business Worldwide nun, dass SoundCloud im Jahr 2017 auch die restlichen Reserven ausgehen, wenn nicht genügend Menschen den monatlichen Aboservice „SoundCloud Go“ nutzen – oder die Firma übernommen wird.

Erst hieß es, dass die schwedische Firma Spotify SoundCloud für rund 1 Milliarde Euro aufkaufen wollen würde, was sich im Nachhinein als falsch herausgestellt hat, jetzt gehen Gerüchte um, Google würde SoundCloud für rund 500 Millionen Euro erwerben wollen. Auf Reddit greift derweil Panik um sich, SoundCloud-Nutzer sollten ihre Musik und Podcasts auf der heimischen Festplatte sichern, bevor SoundCloud womöglich ohne Vorankündigung dicht macht.

SoundCloud

„Wir gehen davon aus, dass wir noch genügend finanzielle Mittel haben, um SoundCloud bis zum 31. Dezember 2017 weiterzuführen,“ sagt Alexander Ljung. „Allerdings gibt es immer Risiken und unerwartete Probleme, die dazu führen können, dass unsere Firma womöglich schon vor diesem Datum an ihre finanziellen Grenzen gerät und wir dadurch Mittel zur Verfügung stellen müssen, die so nicht geplant sind.“

Fassen wir zusammen: Entweder geht SoundCloud noch in diesem Jahr pleite. Oder die Firma wird von jemandem aufgekauft, zum Beispiel von Google. Oder ihr kündigt noch heute alle geschlossen euer Spotify-Abonnement und wechselt zu SoundCloud Go. Was anscheinend niemand macht, weil SoundCloud schon beim Start unter die viel größeren Räder von Spotify und Apple Music geraten ist.

Wenn ihr Nutzer bei SoundCloud seid, dann könnt ihr momentan nicht viel mehr machen als sicherzustellen, dass sich die Musik und womöglich auch Podcasts, die ihr zu SoundCloud hochgeladen habt, sicher auf eurer heimischen Festplatte befinden, bevor SoundCloud entweder dicht macht, aufgekauft wird oder irgendeinen verrückten Plan hat, um doch noch irgendwie Geld reinzuholen.

„Facebook hat jahrelang Verluste geschrieben, bevor sie extrem profitabel wurden“, versuchte Alexander Ljung noch im Dezember zu beschwichtigen. „Und das ist auch unsere Strategie, für die wir uns zusammen mit unserem Board und den Investoren entschieden haben. Unsere Finanzen sind kein Zufall, sie sind sorgfältig kalkuliert und geplant. Wir haben uns dafür entschieden, in Wachstum zu investieren und das Business größer zu machen.“ Schauen wir mal, ob sich das auszahlt.

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